Die StädteRegion Aachen und der Kreis Düren beabsichtigen, gemeinsam mit ihren kommunalen und touristischen Partnern, in der Gebietskulisse der Rureifel (Stolberg, Monschau, Simmerath, Roetgen, Hürtgenwald, Kreuzau, Heimbach und Nideggen) in den nächsten Jahren im Rahmen des über den Förderaufruf "REVIER.GESTALTEN" geförderten Projektes "Rureifel-Acht" einen aus 10 Etappen bestehenden Streckenwanderweg zu entwickeln, auszuschildern, infrastrukturell aufzuwerten und touristisch zu vermarkten sowie, wenn möglich, mit dem Qualitätssiegel "Wanderbares Deutschland" des Deutschen Wanderverbandes zertifizieren zu lassen.
Das zentrale Ziel ist, im Sinne einer "Best of-Strategie" ein hochwertiges touristisches Schaufensterprodukt zu entwickeln, also einen Weg, der sich aufgrund seiner Qualität und seines Erlebnischarakters als Premiumprodukt qualifiziert und neue Reiseanlässe generieret bzw. neue Zielgruppen anspricht. Neben Ausschilderung und nach Möglichkeit auch Zertifizierung des Weges ist im Rahmen des Projektes auch die Aufwertung/Entwicklung touristischer Begleitinfrastruktur in Form von Erlebnisorten/-rastplätzen angedacht, die über themenspezifische Elemente (z.B. Spielgeräte, Infotainment/interaktive Stationen, Landschaftsinszenierung, etc.) inszeniert und mit hochwertigen Rast- und Relaxmöbeln (z.B. Liegen, Sitzbänke, Hängematten, Tische Unterstände, etc.) ausgestattet werden sollen. Im Rahmen der Umsetzung der Erlebnisorte ist es nicht vorgesehen, Standardausstattungen zu planen, sondern die landschaftlichen und kulturhistorischen Besonderheiten der Region in Form von qualitativ hochwertigen und individuell geplanten Rast-/Erlebnisräumen zu präsentieren. In diesem Kontext sollen individuelle Rast-/Erlebnisräume entstehen, die Einblick in die Natur, Kultur, Lebensweise und Identität der Region gewähren.
Gegenstand des Auftrags ist die touristische Konzeptionierung und technische Planung (Planungstiefe Entwurfsplanung) von 8 Rast- und Erlebnisorten entlang der identifizierten Streckenführung, die über ein entsprechendes Erlebnisraumdesign infrastrukturell aufgewertet werden sollen, nach Möglichkeit jeweils unter dem Dach eines für jeden Standort individuell zu definierenden Inszenierungsthemas in Form "touristischen Storytellings". Das infrastrukturelle Design soll sich harmonisch ins Landschaftsbild einfügen. Als Projektbudget für die spätere bauliche Umsetzung der acht Erlebnisorte stehen nach aktuellem Planungsstand insgesamt 240.000 Euro (brutto) zur Verfügung.